Haas-Sponsoren freuen sich auf Nachzahlung

12. Dezember 2003, 15:00
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Deutscher Profi muss seinen ehemaligen Mäzenen über 500.000 Euro überweisen

München - Der deutsche Tennisprofi Thomas Haas muss über 500.000 Euro an seine früheren Sponsoren zahlen. Ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts München ist jetzt rechtskräftig geworden. Somit hatte die Zivilklage einer Förderer-Gemeinschaft mit 15 Mitgliedern, gegen Haas Erfolg. Der in Florida lebende Tennisprofi ist seit einem Jahr verletzt und strebt im Jänner sein mehrfach verschobenes Comeback an.

516.794 Euro nebst Zinsen gehen an die einstigen Mäzene der "TOSA Tennistalentförderung GmbH". Die Förderer hatten einst die Ausbildung des Spielers in der Akademie von Star-Trainer Nick Bollettieri in Florida finanziert. Insgesamt sind nach Angaben des Anwalts 750.000 Mark von 1990 bis 1994 in die Tenniskarriere des Teenagers geflossen. Im Gegenzug hatten sich die Förderer 1990 vertraglich 15 Prozent der Einnahmen ihres damals zwölfjährigen Schützlings bis zum Jahr 2004 gesichert.

Doch als der Daviscup-Spieler sich ab 1999 in der Weltrangliste nach vorn kämpfte und begann, größere Summen zu verdienen, blieben die Zahlungen aus. Der Olympia-Zweite von Sydney war zeitweilig die Nummer 1 im deutschen Tennis. Allein seine Einnahmen im Jahr 2002 werden auf rund 3,2 Millionen Dollar geschätzt. (APA/dpa)

  • Haas wird zur Kasse gebeten.

    Haas wird zur Kasse gebeten.

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