Flachbildschirm: 3-D-Bilder im Operationssaal

10. Dezember 2003, 15:40
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Siemens stellt Weltneuheit in Chicago vor

Siemens stellt beim Kongress der Radiologischen Gesellschaft Nordamerikas (RSNA) die neueste technische Errungenschaft der OP-Hightech vor: Ein Flachdisplay in Farbe erlaubt einen dreidimensionalen Einblick in den menschlichen Körper. Anders als bei den bisherigen Geräten, bei denen die Mediziner mit Spezialbrillen arbeiten mussten, kommt dieses System ohne andere Hilfsmittel aus. Mehrere Personen können aus verschiedenen Blickwinkeln und Entfernungen 3D-Bilder beispielsweise von Röntgensystemen, Computertomographen oder Ultraschallgeräten betrachten, berichtet Siemens am Montag.

High-Tech-Display

Bisher zeigten Displays Bilder aus dem Körperinneren mit Hilfe von Software-Techniken nur einen pseudo-Tiefeneindruck. Mit dem neuen High-Tech-Display bekommen die Experten ein sehr leistungsfähiges Werkzeug zur Planung von Eingriffen und für die Aufklärung ihrer Patienten. Möglich sind auch diagnostische Anwendungen bei anderen bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztomographie oder in der in der Endoskopie, wo Ärzte heute meist eine Stereobrille tragen. Ultraschallgeräte, die Bilder heute bereits in drei Dimensionen aufnehmen, vermitteln werdenden Müttern auf dem Display einen extrem realistischen Eindruck von ihren ungeborenen Kindern.

Die Displayhersteller von Siemens in Karlsruhe verwenden für das 18-Zoll-Flüssigkristalldisplay eine Technik des amerikanischen Unternehmens X3D. Dabei sitzt ein Filter vor dem Display, der exakt vor jedem einzelnen Farbpixel eine winzige Blende setzt. So erhalten das linke und das rechte Auge des Betrachters unterschiedliche visuelle Informationen, was im Gehirn den Eindruck von drei Dimensionen entstehen lässt.(pte)

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