EU-Unsicherheit macht sich breit

3. Dezember 2003, 17:48
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Umfrage: Mehrheit der Österreicher gegenüber der Union reserviert - Nur 31 Prozent würden nach Transitniederlage für Beitritt stimmen

Klagenfurt - Die für Österreich negativ verlaufenen Transitverhandlungen mit Brüssel haben offenbar zu einer großen Unsicherheit in der Bevölkerung hinsichtlich ihrer Haltung zur EU geführt. Laut einer vom Klagenfurter Humaninstitut durchgeführten Umfrage würden heute nur 31 Prozent für einen EU-Beitritt stimmen. Bei der Volksabstimmung am 12. Juni 1994 hatten sich noch 66,4 Prozent für den Beitritt Österreichs zur Gemeinschaft ausgesprochen.

Auffallend bei der zwischen dem 25. November und dem 1. Dezember durchgeführten Umfrage (780 Personen) ist der Umstand, dass sich andererseits nur 26 Prozent eindeutig gegen einen EU-Beitritt zum jetzigen Zeitpunkt aussprechen. Der weitaus größte Teil der Befragten - 43 Prozent - gibt sich hinsichtlich seines Votums unschlüssig.

Eindeutig negativ wurde hingegen die Frage beantwortet, ob die an den Transitverhandlungen beteiligten Regierungen "genügend an die Auswirkungen für die Bevölkerung gedacht haben". Hier meinten 58 Prozent, dass dies nicht der Fall gewesen sei. Nur 15 Prozent hatten eine gegenteilige Meinung, 27 Prozent vertraten keinen der beiden Standpunkte. (APA)

  • Umfrage: Mehrheit der Österreicher gegenüber der EU reserviert
    montage: derstandard.at

    Umfrage: Mehrheit der Österreicher gegenüber der EU reserviert

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