Interpretationen von Grenzen

7. Jänner 2004, 12:45
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Das Frauenmuseum Hittisau setzt seinen Kleidungsschwerpunkt mit der Ausstellung "Die zweite Haut - Kunst und Kleidung" fort

Bregenz - Mit der Ausstellung "Die zweite Haut - Kunst und Kleidung" stellt das Frauenmuseum Hittisau im Bregenzerwald zum zweiten Mal in diesem Jahr die Bekleidung in den Mittelpunkt und thematisiert über diesen Aspekt Fragen des Frauenbildes und der Identitätsbildung. "Die zweite Haut - Kunst und Kleidung" ist eine Ausstellung des Frauenmuseums "Evelyn Ortner" (Meran), kuratiert von der Münchner Kunsthistorikerin Elisabeth Hartung und erweitert durch historische Kleider aus der Sammlung des Meraner Frauenmuseums.

Bekleidung und Identitätsbildung

Die Sommerausstellung des Frauenmuseums Hittisau, "Tracht für Einheimische und Zweiheimische", stellte einer Entwicklungsgeschichte der Bregenzerwälder Tracht Auseinandersetzungen von zeitgenössischen Künstlern mit dieser Tradition gegenüber. "Die Winterausstellung gibt Künstlerinnen und Künstlern als Spezialisten für das Verhältnis von Ästhetik und Gesellschaft Raum," erläuterte die Leiterin des Frauenmuseums, Elisabeth Stöckler. "Über den Aspekt Bekleidung werden Fragen des Frauenbildes und der Identitätsbildung thematisiert".

Kleidung als erfahrbare Grenze

Die Haut als Grenze des menschlichen Körpers und die Kleidung als Element, das diese Grenze erfahrbar und interpretierbar macht, ist das Thema der Ausstellung. "Kleidung ist nicht nur rein funktional, sondern auch der Mode unterworfen und somit eine Kulturerscheinung, wie Kunst es auch ist," so Stöckler. "Die äußere Hülle soll Aufschluss über das Dahinter geben".

Arbeiten von 13 Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz, der Türkei und Kanada vermitteln ein facettenreiches Bild der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Kleidung als zweite Haut des Menschen. Die verschiedenen Ausdrucksformen der Künstler reichen von der konventionellen Fotografie über Videoclips bis hin zu "tragbaren" Kleidern. Die Exponate sollen sich humorvoll, ästhetisch und abstrakt, aber auch provozierend oder Ekel erregend präsentieren. Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Texten von Valerio Deho (Bologna), Elisabeth Hartung (München), Christine Lammer(Wien) und Astrid Schönweger (Meran) erschienen. (APA)

"Die zweite Haut - Kunst und Kleidung",
bis 31. März 2004,
Frauenmuseum Hittisau,
Platz 501,
Öffnungszeiten: Fr und Sa 16 - 18 h, So 15 - 18 h
und jederzeit nach telefonischer Vereinbarung: Tel.: 05513-6209-50, E-Mail

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Frauenmuseum

  • Artikelbild
    foto: frauenmuseum
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