Verräterische Kopiergeräte

10. Dezember 2003, 15:28
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Speichern bis zu 20 Gigabyte an Daten – Firmengeheimnisse können so verloren gehen

Festplatten von Kopierern und Multifunktionsgeräten sollten gelöscht werden, bevor die Geräte verkauft oder an das Leasing-Unternehmen zurückgegeben werden. Das empfiehlt der Datensicherheitsspezialist Ibas aus Sicherheitsgründen allen Unternehmen.

Gefahr für sensible Unternehmensdaten

Eine Untersuchung des Anbieters aus dem Hause Ibas ergab, dass moderne Kopierer und Multifunktionsgeräte während des Kopiervorgangs ein Bild des zu kopierenden Dokuments auf der geräteeigenen Festplatte speichern. Werden die Geräte verkauft oder zurückgegeben, entsteht ein Sicherheitsrisiko: Sensible Unternehmensdaten verbleiben auf der Festplatte des Gerätes. Mit der Weitergabe des Gerätes werden die Unternehmensinformationen unkontrolliert an Außenstehende verteilt. Für Computer-Experten ist es dann ein Leichtes, auf diese gespeicherten Daten zuzugreifen.

Tausende Dokumente

Getestet wurden Kopiergeräte verschiedener Hersteller mit internen Festplatten zwischen fünf und 20 Gbyte, berichtet heise.de. Geht man davon aus, dass ein einfaches Faxdokument etwa 100 Kbyte groß, können so tausende Exemplare auf den Geräten zurückbleiben und somit in fremde Hände gelangen, wenn Firmen ihre geleaste Hardware zurückgeben.

Allein in Norwegen wurden 2001 mehr als 25.000 Multifunktionsgeräte geleast. Ein gewöhnlicher Leasing-Vertrag wird über drei bis fünf Jahre abgeschlossen. So wird 2004 eine Vielzahl norwegischer Unternehmen ein neues Kopiergerät erhalten. Das alte Gerät mit den unternehmenskritischen Daten geht an die Leasinggesellschaft zurück oder wird verkauft.(red)

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Ibas

  • Moderne Kopierer können sensible Daten "verraten", warnt Ibas.
    bild: photodisc

    Moderne Kopierer können sensible Daten "verraten", warnt Ibas.

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