"Terror gegen Zivilisten"

2. Dezember 2003, 10:45
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Südkoreas Präsident Roh erwägt Entsendung von 3000 Soldaten

Seoul - Südkoreas Präsident Roh Moo Hyun hat nach der Tötung von zwei Koreanern im Irak von Terror gegen Zivilisten im dem Land gesprochen. Unbekannte hatten am Sonntag in der Nähe der Stadt Tikrit zwei aus Südkorea stammende Elektriker erschossen und zwei weitere verletzt.

Roh erklärte am Montag nach Angaben des Präsidialamtes: "Diese Vorfall ist kein Terror gegen Militär oder eine öffentliche Organisation, aber Terror gegen Zivilisten." Solche Aktionen seien nicht tolerierbar. Südkoreas Chef für Nationale Sicherheit, Ra Jong Yil, sagte vor einer Sondersitzung des Sicherheitsrates zu Journalisten, man werde zunächst der Frage nachgehen, ob die Südkoreaner gezielt angegriffen worden oder ob sie zufällig Opfer eines Anschlags geworden seien.

Der Tod der beiden Koreaner dürfte die politische Diskussion um das Irak-Engagement Südkoreas, einem engen Verbündeten der USA, weiter anfachen. Ministerpräsident Goh Kun hatte am Mittwoch erklärt, es werde die Entsendung von 3000 Soldaten in den Irak erwogen, um die US-geführten Besatzungstruppen zu unterstützen und Wiederaufbauarbeit zu leisten. Seit Mai sind bereits 675 südkoreanische Soldaten - Sanitäter und Pioniere - im Irak im Einsatz. (APA/Reuters)

  • Roh will gegen "Terror gegen Zivilisten" vorgehen
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    Roh will gegen "Terror gegen Zivilisten" vorgehen

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