Ferrero-Waldner: "In der ÖVP noch nicht gefragt worden"

29. Dezember 2003, 14:17
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Außenministerin über eine mögliche Kandidatur weiter zurückhaltend - Präsident sollte auf Privilegien verzichten

Wien - "Ich bin keine Kandidatin, daher antworte ich auch nicht." Außenministerin Benita Ferrero-Waldner hielt sich am Sonntag in der ORF-"Pressestunde" auf die Fragen von STANDARD-Chefredakteur Gerfried Sperl und Hans Bürger zu einer Kandidatur bei den Bundespräsidentenwahlen im kommenden April bedeckt. In der ÖVP sei sie noch gar nicht gefragt worden, behauptete sie und verwies darauf, dass sie "leidenschaftlich gerne Außenministerin" sei.

Zu der Amtsführung von Bundespräsident Thomas Klestil hatte Ferrero-Waldner "überhaupt keinen Kommentar abzugeben". Dennoch skizzierte sie kurz, wie sie sich eine Amtsführung in der Hofburg vorstellen würde. Ferrero-Waldner führte eine "gewisse soziale Wärme" an, der Amtsinhaber müsse volksnahe sein und unabhängig agieren, sollte sich weniger in die Tagespolitik einmischen, aber einen Ausgleich zur Regierung darstellen.

Eine Beschneidung der Rechte des Bundespräsidenten sieht Ferrero-Waldner als nicht notwendig an. Dafür würde sie Privilegien abschaffen, als Beispiel nannte die Außenministerin die Amtsvilla des Bundespräsidenten und das Schloss in der Steiermark, das als Sommersitz dient.

Die Idee von Vizekanzler Hubert Gorbach und Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider, Arbeitslose zur Kontrolle von Lkw einzusetzen, hält sie für vernünftig. Die Einschulung könne "kurz" sein. (völDER STANDARD,Printausgabe, 1.12.2003)

  • Ferrero-Waldner wollte in der ORF-Pressestunde auf Fragen zu einer möglichen Kanidadatur als Bundespräsidentin nicht antworten
    foto: orf/friess

    Ferrero-Waldner wollte in der ORF-Pressestunde auf Fragen zu einer möglichen Kanidadatur als Bundespräsidentin nicht antworten

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