"Lindenstraße" soll schärfer werden

9. Dezember 2003, 14:26
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Regisseur: "In den Anfangsjahren reichte ein Schwulenkuss, und schon stand das Bistum in Flammen"

Nach Ansicht von Regisseur Hans W. Geißendörfer (62) würde etwas mehr Schärfe der deutschen Kultsendung "Lindenstraße" gut tun. In den Anfangsjahren sei es leicht gewesen, Empörung hervorzurufen, sagte Geißendörfer in einem Interview des Kölner "Sonntag-Express". "Ein Schwulenkuss reichte, und schon stand das Bistum in Flammen."

Heute sei der Tabubruch im Fernsehen Alltag geworden. Er arbeite mit seinem Team daran, wieder mehr problematische Themen einzubauen. "Doch aus Mutter Beimer werden wir nie mehr eine Mutter Courage machen können." Vor 18 Jahren, am 8. Dezember 1985, wurde die erste Folge der "Lindenstraße" in der ARD ausgestrahlt. (APA/dpa)

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