Lehrer-Vorruhestand: Am beliebtesten in Wien und Steiermark

1. Dezember 2003, 14:57
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Keine Daten aus Oberösterreich - Weniger Frühpensionen im Westen

Wien - Der Ansturm der Lehrer auf das Vorruhestands-Modell war in Wien und der Steiermark am größten. In diesen Bundesländern gehen jeweils knapp fünf Prozent aller Pädagogen spätestens am 1. Dezember in die Frühpension. Dies zeigt ein Vergleich der von der APA bei den Landesschulräten erhobenen Zahlen mit Daten des Bildungsministeriums über die Gesamtlehrerzahl des jeweiligen Bundeslandes.

Mehr als vier Prozent der Lehrer gingen auch im Burgenland in den Vorruhestand, es folgen Kärnten und Niederösterreich. Prozentuell am wenigsten Frühpensionen wurden in Salzburg, Vorarlberg und Tirol verzeichnet, wo nur weniger als zwei Prozent der Lehrer ihr Berufsleben verkürzten. Im Landesschulrat für Oberösterreich lagen vorerst keine Daten vor.

In absoluten Zahlen waren die meisten Vorruhestände (1.075) in Wien zu verzeichnen, es folgen die Steiermark (764) und Niederösterreich (718). Am wenigsten Neo-Frühpensionisten gibt es in Vorarlberg (104). Ohne Oberösterreich ergibt sich damit eine Gesamtzahl von rund 3.300 Lehrern, die in Frühpension gingen.

Die niedrigeren Werte im Westen dürften sich vor allem mit der unterschiedlichen "Pensionierungspraxis" der Landesschulräte erklären lassen. So wurden etwa in Vorarlberg und Tirol die Anträge jener Lehrer abgewiesen, die jünger als 55 waren. (APA)

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