Bei Arbeitslosigkeit nicht mehr zum AMS

1. Dezember 2003, 19:24
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In Wien werden KünstlerInnen künftig von einer externen Stelle betreut

Wien - Arbeitslose Wiener Künstler werden in Zukunft nicht mehr direkt vom Arbeitsmarktservice Wien, sondern in dessen Auftrag durch eine externe Beratungs- und Betreuungseinrichtung betreut. Dadurch soll diese spezielle Zielgruppe mit Experten-Know-how "in hoher Qualität" versorgt werden, denn die Betreuung arbeitsloser Künstler verlange "hohes Expertenwissen und genaue Kenntnis der Kulturszene und damit der potenziellen ArbeitgeberInnen", so Inge Friehs, stellvertretende Leiterin des AMS Wien, in einer Aussendung. Das konkrete Konzept der neuen Betreuung soll in der zweiten Jännerhälfte feststehen.

Alle existenzsichernden Maßnahmen für die Künstler wird weiterhin das AMS erledigen. Derzeit seien in Wien rund 2.000 Künstler arbeitslos gemeldet. Nur 700 bis 800 davon werden in der AMS-eigenen Künstlervermittlung am Esteplatz betreut, der überwiegende Teil verteilt sich je nach Wohnadresse auf die anderen AMS-Geschäftsstellen, wo keine spezielle Künstlervermittlung zur Verfügung steht, so das AMS in der Aussendung.

Das AMS verfüge derzeit "über zu wenige Personalressourcen, um spezielle Gruppen am Arbeitsmarkt in hoher Qualität und zufriedenstellend betreuen zu können". Daher wurden schon im Sommer externe Beratungseinrichtungen mit der Betreuung anderer spezieller Gruppen, wie Wiedereinsteigerinnen nach der Karenz, beauftragt. (APA)

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