"Heimlicher Finanzier" aus Österreich

4. Dezember 2003, 15:03
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Hanno Soravia dementiert neues Berlin-Engagement

Hanno Soravia betätigt sich ausgiebiger als bisher bekannt im Fundus des pleite gegangenen Medienkonzerns von Leo Kirch, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Stimmt nicht, lässt der österreichische Bau-, Immobilien- und TV-Unternehmer dem STANDARD ausrichten.

Soravia sei "heimlicher Financier" der deutschen Nachrichtenagentur ddp, schreibt Klaus Ott, einer der bestinformierten Medienjournalisten Deutschlands. Der Wiener sichere dem defizitären Dienst so das Überleben, den das Management für einen Euro von der TV-Holding ProSiebenSat.1 übernahm.

Soravia wisse davon nichts

Die gehörte zum Kirch-Imperium wie die Stadtsender tv.münchen und tv.berlin, die Soravias Gruppe inzwischen betreibt. In der Schweiz soll ein Schwesterprogramm in den nächsten Wochen starten.

ddp habe Soravia ein "Millionendarlehen" gewährt, meldet die "Süddeutsche", weitere Geldgeber würden gebraucht. Soravia dementiert: Er wisse davon nichts, lässt er bestellen. (fid/DER STANDARD Printausgabe, 27.11.2003)

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