SCO-Chef sieht sich als "Ritter ohne Furcht und Tadel"

7. Dezember 2003, 10:55
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McBride meint zudem: "Die Free Software Foundation versteht nicht, was die GPL besagt"

SCO-Chef Darl McBride hat nach seiner CDXPO-Keynote, in der er gegen freies Linux auftrat und die auf der SCO-Homepage anzusehen ist, nun eine weitere Stellungnahme zur Causa SCO gegen Linux abgegeben.

"Ritter ohne Furcht und Tadel"

McBride nutzte das Interview zu einer Stellungnahme zu dem kürzlich veröffentlichten Free Software Foundation (FSF)-Papier "SCO: Without Fear and Without Research" und bezeichnete sich als Ritter ohne Furcht und Tadel. McBride verwehrte sich gegen die Vorwürfe der FSF die GPL nicht richtig verstanden zu haben und holte zu einem Gegenschlag aus. Nicht er, sondern die Free Software Foundation verstünde nicht, was die GPL besagt. "Sollte man den Code von jemand anderem verletzten, so ist die einzige Rettung, den fraglichen Code herauszunehmen oder die Verteilung eines Programms zu stoppen. Dies bestätigt nur unsere Ansicht, daher ist es ihre einzige Möglichkeit, Linux zu stoppen."

Säubern reicht nicht

Einfaches Entfernen von einigen hundert Codezeilen im fraglichen Linux-Code reiche allerdings nicht aus, so McBride, es müsse "eine Säuberung vom Typ Exxon Valdez" sein, oder man stoppt die weitere Auslieferung von Linux. Sollte IBM jedoch die Lizenzzahlungen für den aus Unix System V nach Linux übergeführten Quellcode bezahlen, so könnte dieser Code im Linux-Kernel bleiben, so McBride.(red)

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    montage: red
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