Kündigung bezieht sich auch auf den per Medien veröffentlichten Brief Ainbergers - Der Geschasste: "Werde die Kündigung sicher anfechten"
Wien - Wolfgang Ainberger, der in der Vorwoche mit heftiger
Kritik am organisatorischen Zustand der "Diagonale" hervorgetretene
Österreich-Kurator des Filmfestivals, ist per Anwaltsbrief gekündigt
worden. Das bestätigte Ainberger, der über einen Beratungsvertrag
verfügte: "Ich werde die Kündigung
aber sicher anfechten."
In dem mit Freitag datierten Schreiben des Anwaltes Thomas Höhne
würden ihm Dinge vorgeworfen, "die unhaltbar sind", so Ainberger. So
habe er keine Programmierung zustande gebracht und habe einen Brief
über die Medien veröffentlicht, zitierte Ainberger die Vorwürfe.
Weiters würde ihm eine Zivilklage angedroht und von
Geschäftsschädigung, Treuebruch und übler Nachrede gesprochen.
Ainberger: "Ich werde dieses Schreiben meinem Anwalt übergeben."
Curare hieße schließlich "Sorge tragen", und nichts anderes habe er
als Kurator versucht.
Von Seiten des Kunststaatssekretärs, dem er seine Kritik ebenso
wie dem "Diagonale"-Geschäftsführer Tillmann Fuchs übermittelt habe,
sei bisher keine Reaktion erfolgt, bedauerte Ainberger: "Dieses
Nichtreagieren hat mich sehr erschreckt." (APA)