E.ON will sich von One-Mehrheit trennen

2. Dezember 2003, 11:02
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Energiekonzern verhandelt mit Mobilfunker Orange über 51-Prozent-Anteil

Wien/Frankfurt - Der deutsche Energiekonzern E.ON steht einem Zeitungsbericht zufolge vor dem Verkauf seiner 51-Prozent-Beteiligung an der österreichischen Telefongesellschaft One GmbH.

E.ON verhandle über den 51-prozentigen Anteil bereits mit der Mobilfunktochter der France Telecom, Orange, berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Montag-Ausgabe unter Berufung auf Branchenkreise.

Erlös von 800 Millionen Euro

Durch den Verkauf könne E.ON rund 800 Mio. Euro einnehmen, hieß es. Bis auf One hat sich E.ON im Zuge seiner Konzentration auf sein Kerngeschäft Energie inzwischen von sämtlichen Telekommunikationsbeteiligungen getrennt.

Orange hält den Angaben zufolge bereits 17,45 Prozent an Connect Austria. Die Zeitung zitierte eine Sprecherin von Orange mit den Worten: "Eine Erhöhung unseres Anteils ist nicht ausgeschlossen."

Norwegische Telenor mit Vorkaufsrecht

Zudem hieß es, Knackpunkt bei den Verhandlungen mit Orange sei das Vorkaufsrecht der norwegischen Telenor, der ebenfalls 17,45 Prozent gehören und die ihre Anteile ebenfalls erhöhen wolle.

Dem Bericht zufolge wollte ein Sprecher von E.ON die Verhandlungen nicht bestätigen. "Wir halten aber am Ziel fest, uns auf das Kerngeschäft Energie zu fokussieren", zitierte die FTD den Sprecher.

One unterhält in Österreich das drittgrößte Mobilfunknetz mit 1,7 Mio. Kunden. Das Unternehmen hat im Mobilfunk einen Marktanteil von 20 Prozent und erwirtschaftete zuletzt mit 1.400 Mitarbeitern einen Umsatz von 619,7 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2003 drehte das Betriebsergebnis Ebit von minus 4,6 auf plus 29,4 Mio. Euro. (APA/Reuters/vwd)

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