Hoffen auf Dialog

Redaktion, 21. November 2003, 19:16

Vuckovic: Verhindern, dass Schaden noch größer wird

Linz - Der künstlerische Leiter der Diagonale, Miroljub Vuckovic, der sich am Freitag im Rahmen der Kulturminister-Konferenz in Linz aufhielt, war gegenüber der APA vorerst nur zu einer schriftlichen Stellungnahme zu den jüngsten Ereignissen bereit: "Es wurde bereits Schaden angerichtet, nun muss man verhindern, dass er größer wird. Ich selber habe in den letzten Monaten daran gearbeitet. Ich hoffe, dass ein richtiger Dialog in nächster Zeit beginnt. In diesem Moment kann und soll sich jeder fragen, ob dieser Krieg notwendig war und was jeder individuell getan hat, um ihn zu verhindern bzw. zu verschlimmern."

Lektion

"Eine Sache ist evident: Dass jeder Erfahrungen gemacht hat. Ich hoffe, diese Erfahrungen werden als positives Motiv genützt, um die Ursache des Problems, um die Diagonale zu klären", so Vuckovic. "Wir müssen aus dem Projekt Diagonale eine Lektion lernen. Viele große Projekte haben sich im Laufe der Geschichte nicht verwirklichen können. 'Titanic' ist nicht nur ein großer Film, sondern auch das Symbol einer großen Niederlage. Im Film sieht man, dass der Kapitän bis zum Ende an Bord geblieben ist, und das Publikum hofft, dass die Tragödie doch nicht eintritt."

"Ich war nie blinder Optimist, aber ich wollte immer positiv sein", so Vuckovic weiter. "Ich wollte die Energie finden, den Krieg zu verhindern, weil jeder Krieg diplomatisch beendet werden kann. Ich haben den diplomatischen Dialog schon vor dem Krieg gesucht. Ich habe mein Möglichstes getan, aber ich bin nicht einmal zu dem Punkt gekommen, das Programm gestalten zu können, weil ich seit fünf Monaten versuche, Frieden zu stiften." (APA)

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