Vuckovic: Verhindern, dass Schaden noch größer wird
Linz - Der künstlerische Leiter der Diagonale, Miroljub
Vuckovic, der sich am Freitag im Rahmen der Kulturminister-Konferenz
in Linz aufhielt, war gegenüber der APA vorerst nur zu einer
schriftlichen Stellungnahme zu den jüngsten Ereignissen bereit: "Es
wurde bereits Schaden angerichtet, nun muss man verhindern, dass er
größer wird. Ich selber habe in den letzten Monaten daran gearbeitet.
Ich hoffe, dass ein richtiger Dialog in nächster Zeit beginnt. In
diesem Moment kann und soll sich jeder fragen, ob dieser Krieg
notwendig war und was jeder individuell getan hat, um ihn zu
verhindern bzw. zu verschlimmern."
Lektion
"Eine Sache ist evident: Dass jeder Erfahrungen gemacht hat. Ich
hoffe, diese Erfahrungen werden als positives Motiv genützt, um die
Ursache des Problems, um die Diagonale zu klären", so Vuckovic. "Wir
müssen aus dem Projekt Diagonale eine Lektion lernen. Viele große
Projekte haben sich im Laufe der Geschichte nicht verwirklichen
können. 'Titanic' ist nicht nur ein großer Film, sondern auch das
Symbol einer großen Niederlage. Im Film sieht man, dass der Kapitän
bis zum Ende an Bord geblieben ist, und das Publikum hofft, dass die
Tragödie doch nicht eintritt."
"Ich war nie blinder Optimist, aber ich wollte immer positiv
sein", so Vuckovic weiter. "Ich wollte die Energie finden, den Krieg
zu verhindern, weil jeder Krieg diplomatisch beendet werden kann. Ich
haben den diplomatischen Dialog schon vor dem Krieg gesucht. Ich habe
mein Möglichstes getan, aber ich bin nicht einmal zu dem Punkt
gekommen, das Programm gestalten zu können, weil ich seit fünf
Monaten versuche, Frieden zu stiften." (APA)