IBM-Gewinn übertrifft gesenkte Analystenerwartungen

20. Jänner 2000, 00:39

Verkaufsrückgang im Hardware-Bereich

Armonk - Der US-Computerhersteller IBM hat im vierten Quartal 1999 weniger als im Vorjahreszeitraum verdient, die nach einer Gewinnwarnung gelockerten Vorhersagen der Analysten aber übertroffen. Der Gewinn sei um zehn Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (2,08 Mrd. Euro/28,6 Mrd. S) gesunken, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Armonk mit. Dies bedeute einen Gewinn je Aktie von 1,12 Dollar. Analysten hatten ihre Erwartung auf 1,06 Dollar gesenkt, nachdem IBM zwei Gewinnwarnungen im Zusammenhang mit dem Jahr-2000-Problem ausgegeben hatte.

Im nachbörslichen Computerhandel legten die Aktien der IBM 2,50 Dollar auf 118 Dollar zu. Der Umsatz bei IBM ging im vierten Quartal um vier Prozent auf 24,2 Milliarden Dollar und damit etwas stärker als von Analysten erwartet zurück. Als Grund hierfür nannte IBM einen Rückgang der Verkaufszahlen in allen vier großen Hardware-Produktlinien. Trotz des schwachen vierten Quartals werde für das Gesamtjahr aber ein Gewinnanstieg von 22 Prozent ausgewiesen werden, hieß es.

Bei der Investmentbank Ehrenkrantz, King Nussbaum hieß es zu den Zahlen, sie lägen in einer Linie mit den guten Ergebnissen von Microsoft und Intel. Die beiden Unternehmen hatten vor wenigen Tagen Zahlen ausgewiesen, die ebenfalls über den Erwartungen der Analysten gelegen hatten. Bei Ehrenkrantz hieß es, es werde weiter erwartet, dass der Bereich Technolgie deutliche Gewinne ermögliche. Bei der First Albany Corp hieß es, der Rückgang im vierten Quartal bei IBM sei nicht so schlimm, weil er ausschließlich durch das Jahr-2000-Problem begründet sei. "Der wahre Test ist nicht das vierte Quartal 1999, sondern die ersten beiden Quartale 2000", sagte Analyst Hugh Johnson. (APA/Reuters)

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