IT-Werte bevorzugt

19. Jänner 2000, 18:41
Institutionelle Investoren haben weltweit einer Umfrage zufolge eine Vorliebe für Aktien aus dem Telekommunikations-, Medien- und Technologiebereich entwickelt. Gut 62,2 Prozent der von dem US-Umfrageinstitut Gallup im Auftrag der US-Investmentbank Merrill Lynch befragten Fondsmanager bevorzugten Aktien dieser drei Sektoren, teilte Merrill Lynch in London mit. Nur 5,7 Prozent der Portfoliomanager seien negativ für diese Bereiche gestimmt. Seit ihrer zehnjährigen Geschichte brachte die monatliche Gallup-Studie erstmals diese Vorliebe für Wachstumsaktien zutage. Schlecht schnitten bei der Umfrage dagegen die traditionsreichen Zykliker wie Dividendenpapiere von Bergbauunternehmen, Baustofflieferanten sowie Tabakfirmen, Versorgern und Fluggesellschaften ab. "Die Fondsmanager scheinen keine Angst vor den steigenden Bewertungen der Aktien aus den Wachstumsbereichen zu haben, die besonders in der zweiten Jahreshälfte deutlich zugelegt hatten", sagte Trevor Greetham, Stratege bei Merrill Lynch. "Die Leute sind sehr darauf erpicht, diese Aktien zu kaufen. Teilweise treten die Fondsmanager hier als sehr kurzfristig orientierte Investoren auf", sagte er weiter. Sollten die Zentralbanken wie größtenteils erwartet ihre Leitzinsen in diesem Jahr erhöhen, dürfte die dann sinkende Marktliquidität das Interesse an den drei Branchen schmälern. (Reuters)


Aktienrückkauf

Schon im Mai 1999 hatte die Hauptversammlung der Bank Austria die Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien bis zu zehn Prozent des Grundkapitals beschlossen, damals noch als Vorgriff auf das neue Aktienrückerwerbsgesetz. Wie am Mittwoch im Amtsblatt verlautbart wurde, darf der Gegenwert pro zu erwerbender Stückaktie jeweils 7,27 EURO (100 S) nicht unterschreiten und 100 EURO nicht überschreiten. Über ein mögliches erstes Aktienrückkaufprogramm wollte die Bank Austria nach Vorliegen der vorläufigen IAS-Bilanzdaten für 1999 ab Jänner 2000 entscheiden. Die Bank-Austria-Stammaktie notierte zuletzt mit 51,25 EURO.

Auch der Flughafen Wien überlegt einen Aktienrückkauf, falls die staatliche Beteiligungsholding ÖIAG ihren 17,38 Prozent-Anteil, wie derzeit geplant, verkaufen sollte. (APA)

Share if you care.