IAA setzt Kampf gegen Werbesteuern und -verbote fort

19. Jänner 2000, 14:52

Medienkampagnen sollen Bewusstsein für Werbefreiheit schaffen - IAA-Generalversammlung abgehalten

Die Österreich-Sektion der International Advertising Association (IAA) hat die Arbeit gegen Werbesteuern und Werbeverbote zu ihrem Hauptziel im Jahr 2000 erklärt. Veranstaltungen, Kampagnen und Bewusstseinsarbeit in Politik und Wirtschaft sollen diese Ziele verdeutlichen. "Das Jahr 2000 ist ein Schlüsseljahr für die österreichische Werbewirtschaft. Heuer wird sich entscheiden, ob dem Chaos bei der Werbesteuer ein Ende bereitet wird und ob Brüssel den Werbeverboten den Weg bereitet", sagte IAA-Präsident Walter Holiczki am Dienstag bei der Eröffnung der IAA-Generalversammlung in Wien.

Bereits im Vorjahr hat die IAA eine "Deklaration für Werbefreiheit" initiiert. Mittlerweile hätten 2.500 führende Köpfe der österreichischen Wirtschaft diese Deklaration unterzeichnet. "Werbeverbote sind Jobkiller", so der Grundtenor der IAA-Aktivitäten für die Werbefreiheit. Diesen Leitspruch trage auch die aktuelle Kampagne der IAA via Radio, Fernsehen und Printmedien. Wesentliches Ziel sei dabei, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein zu schaffen, "welche verheerenden Auswirkungen Werbeverbote für die Wirtschaft haben". Von ORF bis zu den Privatradios stehe die gesamte Medienbranche hinter diesem Anliegen.

Werbeverbote für Bier, Autos, Spielwaren, Finanzdienstleistungen?

Für den heurigen Sommer sei die nächste Kampagne für Werbefreiheit geplant. Im Sommer werde auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) über den deutschen Einspruch gegen das allgemeine Tabakwerbeverbot entscheiden. Sollte die Entscheidung für das Tabakwerbeverbot ausfallen, befürchtet der IAA-Präsident eine unaufhaltsame Welle von weiteren Werbeverboten und Einschränkungen. "Werbeverbote für Bier, Autos, Spielwaren, Finanzdienstleistungen und vieles andere mehr werden dann dem Tabakwerbeverbot folgen", so Holiczki.

Gegen die österreichische Werbesteuer, die hinter der Ankündigungs- und Anzeigenabgabe versteckt sei, hat die IAA ein Vertragsverletzungsverfahren in Brüssel angeregt. Die EU-Kommission prüfe derzeit, ob mit der österreichischen Werbesteuer tatsächlich eine EU-Vertragsverletzung vorliegt.

Neben der Vertretung der Anliegen der österreichischen Werbewirtschaft wird die IAA auch heuer wieder die Effie-Gala veranstalten, bei der am 12. September die effizientesten Werbekampagnen ausgezeichnet werden. Wie berichtet kam es kürzlich zu einer Veränderung im IAA-Generalsekretariat: Meta Raunig-Hass gab ihre Funktion als Generalsekretärin arbeitsbedingt an Karin Lehmann, Geschäftsführerin der PR-Agentur McCann Erickson, ab. ORF-Pressesprecher Thomas Prantner übernahm die Agenden der Öffentlichkeitsarbeit. (APA)

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