"König der Nebenwerte"

18. Jänner 2000, 21:52
Für den Mitte Dezember vorigen Jahres aufgelegten GAM Star All Germany Fund, der auch für Österreich zugelassen ist, konnte die Global Asset Management (GAM) einen prominenten Fondsmanager verpflichten: Kurt Ochner, Vorstandsmitglied der Julius Bär KAG, der als einer der weltweit besten Kenner des deutschen Aktienmarktes und als "König der Nebenwerte" gilt, da er als einer der ersten das Potenzial des neuen Marktes in Frankfurt erkannt hat. Der Erfolg des "All Germany", der bereits ein Fondsvolumen von 18,7 Mio. EURO (257,3 Mio. S) erreicht hat, ist beachtlich. Bis Mitte Jänner 2000 konnte ein Wertzuwachs von 19 Prozent erreicht werden - eine Entwicklung, die allerdings durch die Hausse an der deutschen Börse (der DAX stieg in diesem Zeitraum um zehn Prozent) begünstigt wurde.

Wie GAM-Geschäftsführer Rainer Fritzsche, in einer Pressekonferenz mitteilte, beträgt die Mindestanlage 5000 EURO oder 70.000 S. Für die Folgeanlagen genügt ein Betrag von 15.000 S. Der Ausgabeaufschlag beträgt fünf Prozent, doch sind Rabatte bis 50 Prozent möglich. Die jährliche Managementgebühr macht 1,5 Prozent aus. Daraus wird auch die Vergütung für die Julius Bär KAG bezahlt. Die GAM, seit 17. Dezember 1999 eine 100-prozentige Tochter der Schweizer Großbank UBS, verwaltet nach Angabe von Fritzsche derzeit ein Vermögen von 25,5 Mrd. DM (178,5 Mrd. S). (gb)


Wohnbauanleihe

Die Bank Austria Wohnbaubank bietet ab 20. Jänner eine neue Wohnbauanleihe mit einer Verzinsung von 4,75 Prozent und einer Laufzeit von zwölf Jahren zum Erstausgabepreis von 99,50 Prozent. Die Stückelung beträgt 100 EURO (1376,03 S), die Mindestzeichnung 1000 EURO, geht aus einer Aussendung der Bank Austria hervor. Die Zinserträge der Wohnbauanleihe sind für Privatanleger sowie für Vereine und Gemeinden (nicht jedoch für Betriebsvermögen) bis zum Nominalzinssatz von vier Prozent von der Kapitalertragssteuer (KESt) befreit. Dieser Steuervorteil unterliegt keiner betragsmäßigen Begrenzung, so die Bank Austria. (APA)


Zurückstufung

Die Ratingagentur Moody's Investors Service überprüft die Einstufung vorrangiger Verbindlichkeiten der Glaxo-Wellcome plc von zurzeit "Aa2" auf eine mögliche Zurückstufung. Wie Moody's am Montagabend außerdem mitteilte, werden zugleich die Ratings für langfristige Verbindlichkeiten der SmithKline Beecham plc mit positiver Implikation überprüft. Grund sei die Fusionsankündigung der beiden Unternehmen. (vwd)


Kurspotenzial

Obwohl die Mikron-Aktie im Zuge der jüngsten Nebenwerte-Hausse an der Schweizer Börse schon kräftig gestiegen ist, sieht die Banca del Gottardo nach der Veröffentlichung der Jahreszahlen am Dienstag weiteres Aufwärtspotenzial für den Kurs des Schweizer Maschinen- und Anlagenherstellers. Nach Ansicht der Bank hat Mikron äußerst positive Aussichten.

Die Banca del Gottardo bewertet die Titel von Mikron mit Kaufen und sieht ein Kursziel von 1050 Franken (8925 S/648,6 EURO). An der Schweizer Börse notierten Mikron am Dienstagnachmittag unverändert mit 920 Franken. (Reuters)

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