Fun, Fun, Fun: Partys und Basketballstars

7. Juli 2005, 15:47
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Burschen suchen in ihrer Freizeit mehr "Action" als Mädchen und stehen vor allem auf Sport - "Musik hören" rangiert bei Mädchen ganz oben

Plus: was Sophie (12) und Jakob (15) meinen. Und welche Fotos die STANDARD-Sportredaktion ausdruckt, wenn Schüler auf Besuch kommen.

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Was haben Jugendliche mit Erwachsenen gemeinsam? Ihre Einstellung zum Thema Freizeit: "Freizeit ist vor allem Spaß haben", sagen 14- bis 19-Jährige genauso wie 30-Jährige, behauptet das "Jugendradar 2003" im "vierten Bericht zur Lage der Jugend in Österreich". Auffällig ist allerdings, dass für Jugendliche die Freizeit wesentlich wichtiger zu sein scheint als für Ältere - offenbar als Ausgleich und Entspannung zum eher trocken und trist erlebten Alltag in Schule und Beruf.

Mädchen mit Freundinnen und Freunden daheim, in Lokalen oder auf Partys

Mädchen verbringen ihre Freizeit entweder intensiv mit Freundinnen und Freunden daheim, in Lokalen oder auf Partys - oder zumindest in Kommunikation mit diesen: via Internet-Chat, SMS oder Handy. Oder sie ziehen sich total zurück, zum Musikhören, Lesen und Faulenzen. Freizeit muss für Mädchen nicht unbedingt auch "Action" bedeuten. Gefragt, welche Aktivitäten ihnen zum Thema "Freizeitgestaltung" spontan einfallen, nannten 73 Prozent der Mädchen vor allem "Musik hören", dann "Radio hören" (63 Prozent), "mit Freundinnen etwas unternehmen" (61 Prozent). Erst an vierter Stelle kam "Fernsehen". "Lokale besuchen" oder "mit dem Partner etwas unternehmen" hat bei den 14- bis 19-Jährigen eher untergeordnete Bedeutung. Noch unwichtiger scheint, wenn man den Statistiken glaubt, das Betreiben von Sport zu sein: Nur 23 Prozent der Mädchen gaben "selbst Sport betreiben" als eine ihrer Freizeitbeschäftigungen an.

Burschen wollen "Action"

Etwas anders verhält es sich bei den Burschen: Für sie ist "Action" in der Freizeit enorm wichtig. 36 Prozent der 14- bis 19-Jährigen gaben im "Jugendradar" an, dass sie "sehr häufig Sport betreiben". Dass das Interesse an so genannten Fun- oder Trendsportarten oft größer ist als an klassischem Sport, bestätigen auch die Kollegen aus der STANDARD-Sportredaktion. Sie bekommen regelmäßig Besuch von Schulklassen, diese Besuche enden stets damit, dass die Schüler sich Fotos ausdrucken lassen. Auch dabei fällt das geringere Interesse der Mädchen sowie die Tatsache auf, dass weder Fußballer noch Skifahrer am begehrtesten sind, sondern - von Anna Kournikowa einmal abgesehen - Basketballstars aus der NBA und Beachvolleyballer.

"Man wird stärker."

Sophie (12) ist vergleichsweise sehr sportlich, betreibt zweimal pro Woche Taekwondo, dazu kommt eine Reitstunde. Was ihr am Sport gefällt? "Man wird stärker." Freilich ist ihr anderes wichtiger, der Sport kommt nach Lesen und Musikhören an dritter Stelle. Anders sieht's bei Jakob (15) aus, er kickt aus Leidenschaft, vor allem im Turnunterricht ("leider nur noch zwei Stunden in der Woche"), im Sommer wird auch Rad gefahren und geschwommen. "Sport steht für mich in der Freizeit klar an erster Stelle."

Jungs sind auf das eigene Geschlecht konzentriert

Burschen zwischen 14 und 19 sind - nicht nur beim Sporteln - sehr auf das eigene Geschlecht konzentriert, viel mehr als Mädchen, die auch gerne mit "guten Freunden" vom anderen Geschlecht unterwegs sind. "Mit dem Partner etwas unternehmen" ist für Burschen dieser Altersgruppe weniger wichtig als für Mädchen. (fri, stui/DER STANDARD, Printausgabe, 5.11.2003)

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    Weder Fußballer noch Skifahrer sind am begehrtesten, sondern - von Anna Kournikowa (Bild) einmal abgesehen - Basketballstars und Beachvolleyballer.

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