Van der Bellen: "Will nicht mehr Vizekanzler werden"

31. Oktober 2003, 15:52
23 Postings

Grünen-Chef: "Asylverhinderungsgesetz" wäre großer Stolperstein für Schwarz-Grün

Wien - Grünen-Chef Alexander Van der Bellen hat erstmals klar gestellt, dass er im Fall einer Regierungsbeteiligung seiner Partei nach den nächsten Wahlen nicht mehr den Posten des Vizekanzlers anstrebe. Mit der Aufgabe des Klubobmanns einer Regierungspartei könne er sich mehr identifizieren. Die Chancen auf Schwarz-Grün seien durch das "Asylverhinderungsgesetz" schlechter geworden. In diesem Bereich "ist das vielleicht mit den Roten leichter", so Van der Bellen im "Format".

Auf die Frage, ob er als erster grüner Vizekanzler in die Geschichte eingehen will, antwortet Van der Bellen dezitiert: "Nein. Wir streben eine Regierungsbeteiligung an, weil wir ökologisch und sozial etwas bewegen wollen. Mit meiner persönlichen Laufbahn hat das nicht allzu viel zu tun. Andreas Khol hat gezeigt, wie wichtig der Klubobmann einer Regierungspartei ist."

Klar stellt der grüne Bundessprecher und Klubobmann auch, dass das "Asylverhinderungsgesetz" einen großen Stolperstein für Schwarz-Grün darstellt. Van der Bellen: "Als eines der ersten Dinge müsste ich eine Novellierung des Asylgesetzes verhandeln. Das ist psychologisch schwierig: Werden die gleichen Personen, die ein Gesetz beschlossen haben, es gleich wieder novellieren? Wenn man es sich aussuchen kann, ist das vielleicht mit den Roten leichter." (APA)

Share if you care.