US-Kongress stellt Ultimatum an CIA

31. Oktober 2003, 17:29
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Tenet soll persönlich vor Senatsausschuss aussagen - Senatoren fordern bis Freitag Zugang zu Geheimdienstmaterial

Washington - CIA-Chef George Tenet soll persönlich vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats zu möglichen Fehlern seiner Behörde bei der Einschätzung irakischer Massenvernichtungswaffen aussagen. Die Senatoren setzten Tenet zudem eine zweitägige Frist bis Freitagabend für einen vollständigen Zugang zu allen Geheimdienst-Dokumenten zum Irak.

Binnen 48 Stunden

Dies geht aus einem Brief des Ausschuss-Vorsitzenden, des Republikaners Pat Roberts, sowie dessen demokratischen Stellvertreters John Rockefeller an Tenet hervor. Darin wird der US-Geheimdienst CIA aufgefordert, binnen 48 Stunden die Termine für die Aussagen seiner Mitarbeiter vor dem Ausschuss festzulegen. Tenet hatte sich zuvor gegen eine persönliche Anhörung vor den Parlamentariern gewandt.

Untersuchung der Grundlagen

Der Senatsausschuss untersucht die Grundlagen für die Angaben der US-Regierung, die entmachtete irakische Führung habe über Massenvernichtungswaffen verfügt und Kontakte zum Terror-Netzwerk El Kaida unterhalten. Auch mehr als ein halbes Jahr nach dem Sturz des irakischen Präsidenten Saddam Hussein sind bisher noch keine Belege dafür aufgetaucht. Nach US-Medienberichten zeigt sich der Ausschuss in der bisherigen Berichtsfassung erstaunt, dass die CIA viele Daten auf unzureichender Basis gewonnen habe. (APA/AFP)

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    CIA-Chef George Tenet.

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