Halliburton kam auf 900 Millionen Dollar Irak-Umsätze

31. Oktober 2003, 09:16
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Profitable Aufträge für den US-Ölfeldausrüster, Bau- und Ingenieurkonzern im Irak

Houston - Der US-Ölfeldausrüster, Bau- und Ingenieurkonzern Halliburton hat im dritten Quartal 2003 in beträchtlichem Umfang von den Irak-Aufträgen der US-Regierung profitiert. Das Unternehmen, das früher vom amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney geführt worden war, hatte im dritten Quartal mit Arbeiten für den Irak 900 Millionen Dollar (769 Mio. Euro) umgesetzt und einen operativen Gewinn von 34 Millionen Dollar verbucht. Das teilte Halliburton am Mittwoch mit.

Halliburton ist wegen seiner Irak-Aufträge in die Schlagzeilen der US-Presse geraten. Der Gesamtumsatz des Unternehmens legte im dritten Quartal 2003 gegenüber der Vorjahresvergleichszeit dank erheblicher Umsatzsteigerungen der Ingenieur- und Bausparte KBR um 39 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar zu. Das Unternehmen führte den massiven Umsatzanstieg weitgehend auf zusätzliche Aktivitäten der KBR-Sparte für Regierungs-Dienstleistungsprojekte zurück, einschließlich Arbeiten im Nahen Osten.

Der KBR-Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal dieses Jahres deutlich auf 2,3 (Vorjahresvergleichszeit: 1,3) Milliarden Dollar. Halliburton, die über ihre Tochterfirma Kellogg, Brown and Root (KBR) am Wiederaufbau der irakischen Ölversorgung beteiligt ist, ist der größte Vertragspartner der US-Regierung in Irak. An zweiter Stelle steht der kalifornische Bechtel-Konzern.

Der Halliburton-Gewinn fiel in der Berichtszeit wegen Sonderbelastungen auf 58 (Vorjahresvergleichszeit: 94) Millionen Dollar oder 13 (22) Cent je Aktie. Der operative Gewinn lag bei 204 (191) Millionen Dollar. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft betrug 21 Cent je Aktie, während die Wall Street mit 28 Cent je Aktie gerechnet hatte. Das in Houston (Texas) ansässige Unternehmen setzte in den ersten neun Monaten dieses Jahres 10,8 (9,2) Milliarden Dollar um und wies einen Gewinn von 127 Millionen Dollar aus nach roten Zahlen von 382 Mio. Dollar im Vorjahr.

Der Gewinn pro Aktie betrug 29 Cent verglichen mit einem Verlust von 88 Cent im Vorjahr. Konzernchef Dave Lesar geht für das vierte Quartal von einem operativen Gewinn von mindestens 30 Cent je Aktie aus, wobei Auswirkungen eines vorgeschlagenen Asbestklagen-Vergleichs nicht berücksichtigt seien. (dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 30.10.2003)

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