Philippinen: Choleraausbruch in Manila

31. Oktober 2003, 19:50
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Über 100 Menschen erkrankt - verseuchtes Wasser aus illegalen Leitungen war Auslöser

Manila - In einem Elendsquartier der philippinischen Hauptstadt Manila sind durch einen Cholera-Ausbruch vier Kinder gestorben.

Mehr als 100 Menschen sind in ärztlicher Behandlung. Die Opfer hätten verseuchtes Wasser aus illegalen Leitungen getrunken, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Präsidentin Gloria Macapal Arroyo ordnete eine Untersuchung an und verlangte von den Gesundheitsbehörden der Millionenmetropole, dass sich eine solche Massenerkrankung keinesfalls wiederholen dürfe.

Weltweit 10.000 Cholera-Fälle

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in diesem Jahr weltweit bereits mehrere 10.000 Cholera-Fälle registriert, die meisten davon in Afrika. Auslöser der Krankheit, die unbehandelt in bis zu 60 Prozent der Fälle tödlich verläuft, sind stäbchenförmige Bakterien, die meist über fäkalienverseuchtes Trinkwasser aufgenommen werden. Bei richtiger Behandlung stirbt nur ein Prozent der Patienten. (APA/dpa)

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    Cholera Erkrankungen schocken Bewohner von Manila

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