Gericht annullierte Wahl in mexikanischem Staat Colima

31. Oktober 2003, 20:00
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Gouverneur soll Wähler mit polizeilichen Straßensperren an Stimmabgabe gehindert haben

Mexiko-Stadt - Ein mexikanisches Gericht hat die Gouverneurswahl vom 6. Juli im Staat Colima für ungültig erklärt. Der scheidende Gouverneur Fernando Moreno habe illegal in den Ablauf der Wahl eingegriffen, urteilte am Mittwoch das Bundeswahlgericht in Mexiko-Stadt. Die Entscheidung fiel nach einer Meldung der mexikanischen Nachrichtenagentur Notimex mit vier zu drei Richterstimmen. Als Politiker der Partei PRI habe Moreno seinen Wunschkandidaten Gustavo Vazquez unterstützt, indem er mit polizeilichen Straßensperren Wähler der Opposition an der Stimmabgabe gehindert habe.

Dies habe entscheidend das Wahlergebnis beeinflusst. Der PRI-Kandidat Vazquez hatte im amtlichen Wahlergebnis nur einen Vorsprung von 14.000 Stimmen vor dem Kandidaten der Nationalen Aktionspartei (PAN), der Partei des mexikanischen Präsidenten Vicente Fox. Das Wahlgericht hat damit zum zweiten Mal eine Wahl annulliert. Der erste Fall fand im Jahr 2000 in Tabasco statt. Wann die Wahl im südmexikanischen Staat Colima wiederholt wird, steht noch nicht fest. (APA/AP)

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