Kärnten: Wieder toter Passant wegen Fahranfängers

30. Oktober 2003, 22:57
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18-jährige Schülerin fuhr einen 60 Jahre alten Pensionisten nieder

Klagenfurt/Wien - Neuerlich hat am Dienstagabend ein Führerscheinneuling einen Fußgänger getötet. In Kärnten fuhr eine 18-jährige Schülerin einen 60 Jahre alten Pensionisten nieder, der offensichtlich auf der Fahrbahnmitte der unbeleuchteten Ferndorfer Landesstraße (Bezirk Villach-Land) spazierte. Bereits am Montagabend hatte ein 21 Jahre alter Probeführerscheinbesitzer in der niederösterreichischen Bezirksstadt Neunkirchen zwei Passanten tödlich verletzt, als diese über die Straße gehen wollten.

Drei Menschen innerhalb von 24 Stunden, die von Fahranfängern getötet worden sind, werfen ein schlechtes Bild auf die Probeführerscheinbesitzer. Tatsächlich scheint sich die Einführung des Probeführerscheins aber bewährt zu haben, wie die Unfallstatistik zeigt.

Positive Statistik

1991, im letzten Jahr, in dem der rosa Schein noch ohne Auflagen zu bekommen war, gab es 7338 Unfälle mit 18- bis 20-jährigen Lenkern, berichtet Stefan Höglinger vom Kuratorium für Verkehrssicherheit. Nach der Einführung sank diese Zahl auf 5576 im Jahr 1996 ab, ein Rückgang um 24 Prozent.

Im vergangenen Jahr waren schließlich 6663 junge Pkw-Lenker an Unfällen beteiligt. "Wobei dieser Anstieg seit 1996 eher nicht an nachlassender Moral der Fahranfänger liegt, sondern am steigenden Verkehr", glaubt Höglinger. (moe, DER STANDARD Printausgabe 30.10.2003)

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