Wettbewerbsfähigkeit: Österreich legt zu

30. Oktober 2003, 06:00
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Im neuen Ranking des Weltwirtschaftsforum rückt Österreich auf den 17. Platz vor - An der Spitze überholt Finnland wieder die USA - mit Infografik

Washington/Wien - Österreichs internationale Wettbewerbsfähigkeit ist seit dem vergangenen Jahr leicht gestiegen und liegt damit im guten EU-Mittelfeld. Das ist das Ergebnis des neuen "World Competitiveness Report", das das Weltwirtschaftsforum (WEF) am Donnerstag in Washington vorstellt.

Demnach ist Österreich vom 18. auf den 17. Platz vorgerückt und liegt noch vor Luxemburg (21.), Spanien (23.), Portugal (25.) Frankreich (26.), Belgien (27.), Irland (30.), Griechenland (36.) und Italien (41.), aber hinter sechs anderen EU-Staaten.

Neuen Bewertungsmethode

Finnland erobert seine Spitzenstellung zurück und verdrängt die USA wieder auf Platz zwei. Dieser Wechsel ist die Folge einer neuen Bewertungsmethode, teilt das WEF mit: Wurde bisher der Staatsanteil am Bruttoinlandsprodukt als negativer Faktor gewertet, wurde dies durch eine Messung der staatlichen Verschwendung ersetzt. Das hat dazu geführt, dass viele nord-und westeuropäischen Staaten mit hoher Staatsquote und guter Verwaltung weit hinaufgerückt sind - Schweden vom fünften auf den dritten Platz und Dänemark vom zehnten auf den vierten Platz.

Der kleine Aufstieg Österreichs im Ranking hat nichts mit der neuen Methode zu tun, sondern mit der Wirtschaftskrise in Israel, das vom 17. auf den 20. Platz zurückgerutscht ist.

Abwärtstrend bei Technologie

In den Unterkategorien liegt Österreich bei der Makroökonomie recht gut auf dem zehnten Platz, bei den öffentlichen Institutionen auf dem 14. Platz und bei der Technologie auf dem enttäuschenden 27. Platz. Damit setzt sich bei der Technologie der Abwärtstrend vom Vorjahr, als Österreich vom 16. auf den 23. Platz zurückfiel, weiter fort.

Von den mitteleuropäischen Reformstaaten sind Slowenien (31.), Ungarn (33.) und Lettland (37.) am besten positioniert, Polen auf Platz 45 am schlechtesten. In Lateinamerika führt Chile (28.), in Nahost Jordanien (34.). Auffallend ist der gute 36. Platz für Botswana, fünf Plätze vor Italien. (ef, DER STANDARD, Printausgabe, 30.10.2003 )

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    der standard/quelle: world economic forum
  • Die Österreicher haben eher den Ruf gemütlich und traditionell zu sein - laut "World Competitiveness Report" sind sie aber gut im Rennen, was wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit anbelangt
    foto: montage/derstandard.at

    Die Österreicher haben eher den Ruf gemütlich und traditionell zu sein - laut "World Competitiveness Report" sind sie aber gut im Rennen, was wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit anbelangt

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