Burgenland: 126 Schulkinder erkrankt

30. Oktober 2003, 10:05
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Lebensmittel-Vergiftung breitete sich epidemieartig aus - Ursache steht noch nicht fest

Eisenstadt - Eine Serie von Krankheitsfällen bei Schulkindern sorgt derzeit in der nordburgenländischen Gemeinde Andau für Aufregung: Insgesamt 126 Kinder kamen am Mittwoch nicht zum Unterricht in die Volks- und Hauptschule. Die Betroffenen klagten über Übelkeit und Erbrechen. Über die Ursache der Erkrankung herrschte zunächst Unklarheit.

Auf Anordnung von Bezirkshauptmann Martin Huber bleibe die Schule nun drei Tage geschlossen, teilte das Gesundheitsreferat der Landesregierung mit. Gesundheitslandesrat Peter Rezar habe Untersuchungen durch den zuständigen Amtsarzt und die burgenländische Lebensmittelinspektion angeordnet.

In der Schule nehmen nur 15 Kinder an einem gemeinsamen Essen Teil. Dennoch sollen auch jene Betriebe, die Lebensmittel in die Schule liefern, genauestens untersucht werden, hieß es. Mit Testergebnissen werde bis Freitag gerechnet.

Derzeit stehe noch nicht fest, ob und welche Art von Virus die Krankheitsfälle hervorgerufen habe. Die Krankheit habe sich epidemieartig ausgebreitet: Am Dienstag Vormittag klagten bereits 20 Kinder über die Symptome, am Nachmittag mussten erneut etwa 20 nach Hause geschickt werden. Am Mittwoch, waren bereits 126 Kinder betroffen.

Am Donnerstag soll das Schulgebäude desinfiziert werden. Den erkrankten Kindern und ihren Angehörigen riet der Gesundheitslandesrat, bis zur Klärung der Umstände nach Möglichkeit das Haus nicht zu verlassen. (APA)

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