Namibia: Deutschland sagt Unterstützung zu

30. Oktober 2003, 19:11
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Außenminister Fischer betont Verantwortung für Gräuel der Kolonial-Zeit - Herero wollen Entschädigung

Windhuk - Deutschland will Namibia angesichts seiner Verantwortung für die Gräuel der Kolonial-Vergangenheit noch stärker unterstützen. Das sagte der deutsche Außenminister Joschka Fischer am Mittwoch nach einem Treffen mit Namibias Präsident Sam Nujoma in Windhuk. Fischer besuchte erstmals in seiner fünfjährigen Amtszeit das ehemalige "Schutzgebiet" Deutsch-Südwestafrika. 2004 jährt sich die blutige Niederschlagung des Herero-Aufstandes durch die kaiserlichen deutschen Truppen im Jahr 1904 mit mehreren zehntausend Toten zum 100. Mal.

Deutschland stehe zu seiner Geschichte, sagte Fischer vor Journalisten. Berlin werde auch in hohem Maße weiter materielle Hilfe leisten. Eine direkte Entschuldigung äußerte Fischer nicht. "Ich kann keine Äußerung vornehmen, die entschädigungsrelevant wäre", sagte er. In den USA versucht ein Teil der Herero derzeit, Entschädigungen einzuklagen. (APA/dpa)

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