A1-Ring-Umbau: Bürgerinitiative gegen Offroad-Strecke

30. Oktober 2003, 11:32
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Spielberger fordern Lärmüberprüfung der "Red Bull - Actionpläne"

Graz (APA) - Nicht gegen den A1-Ring und den von Red Bull vorangetriebenen Umbau, sondern gegen eine geplante Offroad-Strecke abseits des Veranstaltungsgeländes tritt eine Bürgerinitiative in Spielberg auf. Bei einer Pressekonferenz betonte Sprecher Hubert Hörbinger die Bedenken aus Sicht der Anrainer. Von Seiten des Betreibers will man zuerst das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung abwarten.

Hohe Lärmbelastung

"Wir möchten noch einmal klarstellen, dass wir nicht gegen das ganze Projekt sind", unterstrich Hörbinger von der Initiative "Lebensqualität contra Offroad", "wir sind nur gegen die Offroad-Strecke". Befürchtet wird von den Anrainern in erster Linie eine zu erwartende hohe Lärmbelastung. Außerdem soll intakte Natur - 80 Hektar Wald - zum Zwecke der Freizeitgestaltung zerstört werden.

UVP-Verfahren

Mehr als 500 Unterschriften wurden von den Initiatoren gesammelt, um im UVP-Verfahren Parteienstellung und somit ein Mitspracherecht und die Möglichkeit zur Berufung zu bekommen. Außerdem wird ein "Lärmschutzgutachten" gefordert, das die Auswirkungen des Projekts auf die Bevölkerung untersuchen soll, ein medizinisches sowie ein naturschutzrechtliches sollen folgen. Den Projektverantwortlichen wirft man vor, unzureichend und nicht richtig informiert zu haben, so der Spielberger Grünen-Gemeinderat Jürgen Wilding.

Red Bull weist Vorwürfe zurück

Seitens Red Bull hieß es von Projektleiter Helmut Winkler, dass Gespräche geführt worden seien: "Die Strecke wurde bereits mehr als 500 Meter von den Häusern wegverlegt, auch eine Lärmuntersuchung wurde von uns durchgeführt". Die Lärmbelastung liege unter den Werten, die an Straßen bei normalem Verkehrsaufkommen erreicht werde. Auch der Vorwurf von falschen oder unzureichenden Informationen weist der Projektleiter von sich: Ganz im Gegenteil wisse er von Leuten, die sich durch falsche Angaben der Aktivisten zu einer Unterschrift hinreißen hätten lassen.

Wenn nichts dazwischen kommt, kann Anfang nächsten Jahres mit einem Ergebnis der UVP gerechnet werden. Dieses sollte laut Winkler erst einmal abgewartet werden. Durch ihre Parteienstellung im UVP-Verfahren haben die Bürgerinitiativler die Möglichkeit, Berufung einzulegen, etwa wenn sie mit Expertisen nicht einverstanden sind. Das konnte das Verfahren in die Länge ziehen. (APA)

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