USA wollen Sicherheitspolitik "anpassen"

30. Oktober 2003, 17:23
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Bush kündigt größere Kontrollen und Truppenverstärkung an Grenzen an - Powell: "Sicherheit wird zunehmend irakische Angelegenheit"

Washington - Angesichts der Gewalteskalation im Irak wollen die USA ihre Sicherheitspolitik "anpassen", wie US-Präsident George W. Bush in Washington sagte. So sollten mehr Straßenabsperrungen und Fahrzeuginspektionen durchgeführt werden. Zudem sollten die Iraker stärker in die Geheimdienstarbeit bei der Suche nach Attentätern einbezogen werden. Bush kündigte in seiner Rede im Weißen Haus weiter an, an den Grenzen des Irak würden die Truppen verstärkt, um das Eindringen von Terroristen zu verhindern.

US-Außenminister Colin Powell sagte, der Aufbau irakischer Sicherheitskräfte werde nun beschleunigt. Dazu gehörten neben einer irakischen Polizei auch Armee-Einheiten, Grenzpatrouillen sowie paramilitärische Organisationen. "Die Sicherheit wird zunehmend eine irakische Angelegenheit sein", erklärte er dem arabischen Radiosender "Radio Saua".

Unterdessen explodierten am Abend in Bagdad mindestens drei Mörsergranaten. Eine der Mörsergranaten detonierte der Polizei zufolge auf dem Gelände der Universität. Dabei sei niemand verletzt worden. Bei einem Anschlag in Falluja wurden zuvor mindestens vier Menschen getötet. Am Montag waren bei der bisher schwersten Anschlagsserie in der irakischen Hauptstadt 40 Menschen getötet worden. Unter anderem vor dem Hauptquartier des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes explodierte ein mit Sprengstoff beladenes Auto. (APA/AP)

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    US-Präsident George W. Bush kündigte am Dienstag eine Änderung der Irakpolitik der USA an.

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