Pentagon: Irakische Massenvernichtungs-
waffen vielleicht in Syrien

29. Oktober 2003, 13:06
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Ex-General: Vor und während des Krieges gab es Zunahme von Lkw-Verkehr

Washington - Ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums hat den Verdacht geäußert, dass die angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen bereits vor dem Krieg nach Syrien geschafft worden sein könnten. Vor dem Krieg und sogar noch während der Kämpfe habe es eine Zunahme des Lkw-Verkehrs in das benachbarte Syrien gegeben, sagte der pensionierte General James Clapper. Die Vermutung liege nahe, dass nicht nur Menschen, sondern auch Material transportiert worden seien.

Clapper leitet die Pentagon-Unterbehörde, die für die Auswertung der Aufnahmen von Satelliten und Spionageflugzeugen zuständig ist (National Imagery and Mapping Agency).

Syrien ist in den vergangenen Monaten von US-Regierungsvertretern wiederholt beschuldigt worden, die US-Aktionen im Irak zu erschweren. So wurde der Regierung in Damaskus vorgeworfen, Mitgliedern der irakischen Führung Unterschlupf gewährt zu haben und zu wenig gegen das Eindringen islamistischer Extremisten in den Irak zu unternehmen. Der Fahrer eines mit Sprengstoff beladenen Wagens, der am Montag an einem Anschlag auf eine Polizeiwache gehindert wurde, wurde als Syrer identifiziert. (APA)

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