Sharon wird in Korruptionsaffäre vernommen

29. Oktober 2003, 21:59
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Söhne des israelischen Ministerpräsidenten in Spendenaffäre verwickelt - Österreichs Rolle ebenfalls in Diskussion

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon muss sich am Mittwoch im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre einem Polizeiverhör unterziehen. Seine Söhne Omri und Gilad sollen 1,5 Millionen Dollar (1,285 Mill. Euro) von einem südafrikanischen Geschäftsmann und Freund Sharons angenommen haben. Sharons Söhne haben bisher die Aussage verweigert.

Kritiker der Sharon-Regeirung haben die Spendenaffäre mit Österreich in Zusammenhang gebracht: Das Geld soll von einem Wiener BAWAG-Konto an Sharons Söhne transferiert worden sein, um die Rückzahlung eines Kredits für den über Scheinfirmen finanzierten innerparteilichen Likud-Wahlkampf 1999 zu ermöglichen. Die israelische Opposition mutmaßt, dass die Verweigerung eines israelischen Rechtshilfeansuchens durch die österreichischen Justizbehörden mit der Wiederaufnahme vollwertiger diplomatischer Beziehungen zu Wien in Zusammenhang steht. Diese Darstellung wird aber sowohl von der österreichischen als auch der israelischen Regierung in Abrede gestellt. (APA)

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