Prominenz wider den Selbstzweck

29. Oktober 2003, 20:32
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Einfach nur Jeannine Schiller zu sein wäre "ein bisserl jämmerlich". Meint Jeannine Schiller (Mitte; links: Franziska Meinl, rechts: Vera Russwurm). Sie jedenfalls, erklärte Schiller am Montag, betrachte es als "Verpflichtung, mit dem Namen, den man halt - wie und warum auch immer - hat, etwas Sinnvolles zu tun." Und weil sie nie die Freundin halbherziger Geschichten gewesen sei, sammle sie nicht Almosen, sondern mache "Nägel mit Köpfen": Seit Jahren wirft Schiller für die CliniClowns (www.cliniclowns.at) ihr gesellschaftliches Gewicht in die Waagschale ("vieles geht leichter, wenn man bekannt ist"). Montagabend modelte daher im Technischen Museum die weibliche Seitenblicke-Komplettbesetzung (Christine Lugner, Kathi Stumpf oder Barbara Wussow etwa). Ganz in Escada. Frau Schiller hat dafür ein halbes Jahr organisiert, Tickets verkauft und Sponsoren gekeilt: Am Ende lagen dann Respekt einflößende 30.000 Euro am Tisch. Und ein Auftrag: Schließlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Seitenblicke-Stars, deren erstaunliche Berühmtheit so eine Rechtfertigung erfahren könnte. (DER STANDARD; Printausgabe, 29.10.2003)
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    foto: t. rottenberg
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