Australien: John Howard unter Druck

29. Oktober 2003, 22:23
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Premierminister soll vom Irak ausgehende Bedrohung übertrieben dargestellt haben

Neue Vorwürfe gegen Premier wegen Irak-Kriegsbeteiligung

Canberra - Die australische Regierung unter Premierminister John Howard ist wegen ihrer Rechtfertigung des Irak-Krieges erneut ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Ein Nachrichtenmagazin des australischen Fernsehens berichtete am Montagabend, Howard habe stets an seiner Behauptung festgehalten, der Irak habe Aluminium-Röhren zur Anreicherung von Uran importieren wollen. Der Regierungschef habe diesen Vorwurf wiederholt, obwohl die Geheimdienste diese Einschätzung als unwahrscheinlich eingestuft hätten.

Mitarbeiter des australischen Geheimdienstes haben Howard vorgeworfen, die vom Irak ausgehende Bedrohung übertrieben dargestellt zu haben, um die Teilnahme australischer Soldaten am Krieg zu rechtfertigen. Howard gehört zusammen mit dem britischen Premierminister Tony Blair zu den entschiedensten Verfechtern der Irak-Politik von US-Präsident George W. Bush. Kriegsgegner hatten massiv gegen Bushs jüngsten Australien-Besuch demonstriert. (APA/AP)

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    John Howard (li.) gehört zusammen mit dem britischen Premierminister Tony Blair zu den entschiedensten Verfechtern der Irak-Politik von US-Präsident George W. Bush

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