Killermotten in Canberra?

30. Oktober 2003, 23:00
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Arsenvergiftete Insekten sollen australische Vögel getötet haben

Australische Beamte ermitteln derzeit in einem ungewöhnlichen Fall: Sie überprüfen den Tod zahlreicher Vögel vor dem Parlamentsgebäude in Canberra. Senatspräsident Paul Calvert ordnete eine Autopsie der Leichen von 14 Currawongs an, wie am Dienstag bekannt wurde. Als Ursache für den Tod der einheimischen Vögel wurden zunächst Insektizide vermutet, doch inzwischen richtet sich der Verdacht gegen die Bogong-Motte, eine Lieblingsspeise der Currawongs.

Erhöhte Arsen-Konzentration

In der "Killermottenart" wurden erhöhte Arsen-Konzentrationen gemessen. Die Insekten nehmen das Gift vermutlich mit der Nahrung aus der Erde in Höhlen auf, in denen sie die Sommermonate verbringen, hieß es.

"Das Parlamentsgebäude ist von Gärten, Bäumen und Büschen umgeben, die ein wichtiger Teil der Umwelt sind, genauso wie die Vögel, und ich nehme diese Angelegenheit sehr ernst", betonte Calvert. Allerdings waren die gefundenen Currawongs bereits derart verwest, dass ihre Untersuchung nicht besonders aussagekräftig war. Die Fahnder warten jetzt zwangsläufig auf ein neues Opfer. (APA/AP)

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