Ohio klagt AOL

31. Oktober 2003, 14:33
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Online-Provider reagiert zu spät auf Stornos durch Konsumenten

Der US-Bundesstaat Ohio geht gerichtlich gegen Time Warners Online-Dienst AOL vor. Dem Unternehmen wird vorgeworfen zu spät oder gar nicht auf Stornos durch Konsumenten zu reagieren. Damit werde ein Agreement mit dem Staat gebrochen, teilte der Bundesstaat mit.

Stornos missachtet

Nach Angaben von General-Staatsanwalt James Petro hätten sich User darüber beschwert, dass AOL bzw. sein Dienst CompuServe Stornos missachte. In den vergangenen Jahren seien diesbezüglich über 250 Klagen von Usern eingetroffen, teilte Petro mit. Mit der Klage will Ohio nun Schadenersatzzahlungen für die betroffenen Konsumenten erreichen. Time Warner hat bislang nicht auf die Anschuldigungen reagiert.

Erst im September hatte AOL eine ähnliche Klage durch die Federal Trade Commission FTC beigelegt. Inhalt der Anschuldigung war ebenfalls, dass der Online-Dienst Rechnungen auch dann noch ausstellte, als die Kunden ihr Abo längst storniert hatten. Die FTC warf dem Unternehmen darüber hinaus zeitliche Verzögerungen bei versprochenen Rabatten vor. (pte)

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