Korei bleibt doch

29. Oktober 2003, 15:16
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Premier nahm Angebot Arafats zur Bildung einer neuen Regierung nach Ende der Amtszeit des Notstandskabinetts an

Ramallah - Palästinenser-Präsident Jassir Arafat hat den Ministerpräsidenten Ahmed Korei aufgefordert, sein Amt fortführen. Außenminister Nabil Schaath teilte dies am Dienstag mit. "Präsident Arafat und das Zentralkomitee der Fatah-Partei haben Abu Ala einstimmig aufgefordert, eine neue Regierung auf Basis der bestehenden zu bilden", sagte Schaath, wobei er den Kampfnamen Koreis benutzte. Korei habe dem Ersuchen zugestimmt, aber zunächst nicht öffentlich dazu Stellung genommen.

Tauziehen um Kompetenz für Sicherheitskräfte

Wegen eines Streits mit Palästinenser-Präsident Jassir Arafat über die Zuständigkeit für die Sicherheitskräfte hatte Korei das Amt zunächst nur für eine Übergangszeit angetreten. Die Amtszeit des von ihm geleiteten Notstandskabinetts endet in der kommenden Woche.

Da den palästinensischen Sicherheitskräften eine Schlüsselrolle in dem von den USA unterstützten Friedensplan für die Region zukommt, hatte die Ankündigung Koreis seinerzeit für Unsicherheit über die Zukunft des Friedensplans gesorgt.

Bereits der Vorgänger Koreis im Amt des palästinensischen Ministerpräsidenten, Mahmud Abbas, war wegen des Streits mit Arafat um Sicherheitskräfte zurückgetreten. (Reuters)

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    Korei bleibt doch Premier. Ursprünglich hatte er angekündigt, nach dem Ende der Notstandsregierung nicht mehr dem Kabinett vorstehen zu wollen. Nun scheint er es sich anders überlegt zu haben.

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