Anschlagsserie geht weiter

28. Oktober 2003, 18:31
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Mindestens sieben Tote bei Selbstmordanschlag in Falluja - Wieder Explosion und Gefecht in Bagdad - US-Soldaten bei Anschlag bei Mosul verletzt

Falluja/Bagdad - - Bei einem weiteren Selbstmordanschlag in der irakischen Stadt Falluja sind am Dienstag nach Angaben des arabischen Fernsehsenders "Al Jazeera" (Katar) mindestens sechs Zivilisten und der Attentäter ums Leben gekommen. Der Sender berichtete, der Attentäter habe rund 100 Meter von der Hauptwache der irakischen Polizei in Falluja entfernt, nahe einer Schule eine Autobombe gezündet. Bei der Explosion seien drei weitere Menschen verletzt worden, hieß es.

Nach Polizeiangaben befand sich die Bombe in einem Auto, das vor dem Elektrizitätswerk der Stadt detonierte. Die Schule liegt 30 Meter davon entfernt. Die Schule war geschlossen, nach Polizeiangaben wurde in dem Gebäude aber eine Leiche gefunden. US-Truppen trafen 20 Minuten nach der Explosion am Tatort ein und riegelten das Gebiet ab. Fallujah liegt 65 Kilometer westlich von Bagdad.

Bombenanschlag in Basra

Laut Angaben des britischen Militärs wurden in Basra ein Soldat der US-geführten Besatzungstruppen und zwei Zivilisten verletzt, als ein Sprengsatz am Straßenrand explodierte. Über die Nationalität des Soldaten wurde nichts bekannt.

Angriff auf US-Konvoi nahe Mosul

Nahe der nordirakischen Stadt Mosul wurde am Montagabend ein US-Konvoi mit Granaten und automatischen Waffen angegriffen. Die US-Streitkräfte erklärten, dabei seien vier Soldaten verletzt worden, einer von ihnen schwer. Bulgarische Soldaten nahmen in Kerbala mehrere Iraker fest, die auf einen polnischen Hubschrauber gefeuert hatten. Die Iraker hätten automatische Waffen eingesetzt, erklärte das Verteidigungsministerium in Sofia. Im Irak sind derzeit 485 bulgarische Soldaten unter polnischem Kommando im Einsatz.

Gefecht in Mosul

In Bagdad haben sich US-Soldaten und bewaffnete Iraker am Montagabend ein heftiges Gefecht geliefert. Zuvor war nach Angaben von Bewohnern im Stadtteil Ameriya eine Explosion in der Umgebung eines US-Stützpunktes zu hören gewesen. Die US-Armee setzte laut Augenzeugen Panzer und Granatwerfer ein. Über mögliche Opfer gab es zunächst keine Angaben. Nach Angaben des arabischen TV-Nachrichtensenders "Al Jazeera" (Katar) nahmen US-Soldaten am Dienstagmorgen in Bakuba nördlich von Bagdad fünf Männer fest, die Angriffe auf die Besatzungstruppen geplant haben sollen.

Journalisten festgenommen

Das US-Militär hat in Bagdad zwei Journalisten festgenommen. Ein Kameramann von "Al Jazeera" und ein Mitarbeiter der britischen Nachrichtenagentur Reuters würden im Zusammenhang mit "einer möglichen Mitwisserschaft im Hinblick auf einen Angriff" vernommen, sagte ein Sprecher des US-Militärkommandos am Dienstag. (Reuters/APA/AP/dpa/red)

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    Die Serie von Anschlägen im Irak setzt sich fort: am Dienstag verübte ein Selbstmordattentäter einen Anschlag auf die Polizeistation in Falluja.

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