Iran erlaubt UNO Prüfung der Spuren von angereichertem Uran

29. Oktober 2003, 16:50
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IAEO-Inspektoren neuerlich zu Kontrollen im Iran

Teheran - Der Iran erlaubt Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO die Untersuchung von tausenden Maschinenteilen, an denen Spuren von hochangereichertem Uran gefunden worden sind. Damit zeigt das Land in einem der Hauptstreitpunkte im Konflikt um sein Atomprogramm Entgegenkommen. Bis zum 31. Oktober muss der Iran gegenüber der UNO belegen, dass er nicht an Atomwaffen arbeitet.

Dieser Verdacht hatte sich unter anderem durch den Fund der Uran-Spuren ergeben. Mit hochangereichertem Uran können Atomwaffen hergestellt werden. "Nun ist es an ihnen (den Inspektoren), herauszufinden, woher die Verunreinigung stammt", sagte der iranische Vertreter bei der IAEO, Ali Akbar Salehi, der Nachrichtenagentur Reuters. Die IAEO-Inspektoren sind am Montag im Iran eingetroffen.

Nach Darstellung des Landes sind die Uran-Spuren mit den Maschinenteilen importiert worden. Das Land wolle Atomenergie nur zur Stromerzeugung nutzen.

In der vergangenen Woche hatten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens in dem Konflikt vermittelt und die Zusage der Führung in Teheran erhalten, die IAEO-Vorgaben vollständig zu erfüllen. Dazu gehört die Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zum Atomwaffensperrvertrag, das unvorangekündigte Nuklearkontrollen gestattet. Die iranische Vizepräsidentin Massumeh Ebtekar hatte bei ihrem Wien-Besuch in der Vorwoche erklärt, der Iran könnte sein Uran-Anreicherungsprogramm "aussetzen". Zuvor hatte Präsident Mohammed Khatami in Teheran erklärt, der Iran werde dieses Programm zu zivilen Zwecken nicht aufgeben. (APA/Reuters)

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