China: Hunderttausende Menschen nach Unwetter obdachlos

29. Oktober 2003, 09:41
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Höhlenunterkünfte und Häuser an Berghängen vernichtet

Die schwersten Unwetter und Überschwemmungen seit 20 Jahren haben in Nordwestchina zahlreiche Höhlenwohnungen und Häuser zerstört. Mehrere hunderttausend Menschen sind obdachlos. Die Behörden in der Provinz Shaanxi berichteten nach Angaben der Tageszeitung "China Daily" vom Dienstag, dass 200.000 dieser für die Region typischen Höhlenunterkünfte und Häuser an Berghängen vernichtet worden seien. 530.000 Höhlenbauten seien so schwer beschädigt worden, dass sie unbewohnbar seien.

2,5 Millionen Menschen von Gebäudeschäden betroffen

Schwer betroffen sind den Berichten zufolge die Kreise Baoji, Weinan, Xianyang, Tongchuan und Chencheng am Weihe-Fluss. Das Verwaltungsministerium habe 60 Millionen Yuan (6,2 Millionen Euro) für Hilfsgüter bereitgestellt. Mit Zelten, wattierten Decken und warmer Kleidung werde den Obdachlosen geholfen.

2,5 Millionen Menschen seien von Häuserschäden betroffen. 200 Quadratkilometer seien überschwemmt. 300.000 Menschen hätten in Sicherheit gebracht werden müssen. Bei den seit Ende August anhaltenden Überschwemmungen sind bisher 123 Menschen ums Leben gekommen oder gelten als vermisst. (APA/dpa)

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