Tirol: Mann überlebte fünf Nächte in Felsnische

29. Oktober 2003, 12:33
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41-jähriger Berliner erlitt Erfrierungen an den Zehen

Fünf Tage und Nächte bei Temperaturen von bis zu minus 15 Grad hat ein Deutscher im Zugspitzgebiet überlebt. Der 41-jährige Berliner konnte schließlich durch Hilferufe auf sich aufmerksam machen und wurde von Tiroler Bergrettern ins Krankenhaus Reutte gebracht. Er überstand sein Abenteuer mit Erfrierungen an den Zehen.

Der Mann war bereits am 19. Oktober bei gutem Wetter auf deutschem Gebiet zur Zugspitze aufgestiegen, teilten die Alpingendarmen mit. Im oberen Drittel seiner Tour sei der Weg so vereist gewesen, dass er nicht mehr weiter konnte. In Sichtkontakt zur Gondelbahn entschloss er sich, in 2.600 Metern Höhe in einer Felsnische Zuflucht zu suchen.

Schlecht ausgerüstet

Als Proviant habe der schlecht ausgerüstete Mann nur einen Müsliriegel dabei gehabt. Seinen Flüssigkeitsbedarf deckte er mit Schnee.

Am Freitag vergangener Woche wurden die Hilfeschreie des Mannes schließlich von Mitgliedern einer Forschungsstation auf deutscher Seite der Zugspitze gehört. Sie verständigten die Bergretter, die den Deutschen am Abend in Sicherheit brachten.

Am Dienstag befand sich Thomas M. weiter im Krankenhaus Reutte, wo seine Erfrierungen behandelt wurden. Wann der Urlauber nach Hause darf, stand noch nicht fest. (APA)

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