Iran lehnt US-Auslieferungsanträge ab

29. Oktober 2003, 16:30
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Verdächtige sollen Verbrechen im Inland begangen haben

Teheran - Der Iran hat am Dienstag eine amerikanische Forderung nach Auslieferung von mutmaßlichen Mitgliedern des Terrornetzwerks Al Kaida abgelehnt. Das berichtete die Agentur Khabar. Die amtliche iranische Nachrichtenagentur IRNA meldete unter Berufung auf das Außenamt, Teheran habe seine Ablehnung damit begründet, dass die Inhaftierten Straftaten im Iran begangen hätten. Deshalb müssten sie sich vor iranischen Gerichten verantworten. Am Vortag hatte US-Außenamtssprecher Richard Boucher den Iran aufgefordert, alle verdächtigen Al-Kaida-Kämpfer an die USA, ihre jeweiligen Heimat- oder Drittländer auszuliefern, wo sie vor Gericht gestellt werden sollten.

Der iranische Außenministeriumssprecher Hamid-Reza Assefi nannte die US-Forderung nach Auslieferung am Dienstag "völlig inakzeptabel". Die iranische Regierung hatte am Sonntag bestätigt, den Vereinten Nationen Informationen über 147 gefangene Al-Kaida-Verdächtige übergeben zu haben. 78 der Verdächtigen seien an ihre Heimatländer ausgeliefert worden. Der Iran hat stets amerikanische Vorwürfe zurückgewiesen, er gewähre Al-Kaida-Mitgliedern Unterschlupf. (APA/dpa)

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