Chronologie: Die jüngsten Anschläge im Irak

29. Oktober 2003, 10:31
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Blutigste Attentatsserie seit dem Tod von Vieira de Mello

Bagdad - Seit Wochen und Monaten sind die Besatzungstruppen im Irak und ihre Einrichtungen immer wieder Ziel von Bombenanschlägen. Im Folgenden eine Chronologie der folgenschwersten Attentate der letzten Monate.

7. August: Ein Bombenanschlag auf die stark gesicherte jordanische Botschaft in Bagdad kostet 19 Menschen das Leben. Unter den Opfern sind auch zwei Kinder.

19. August: Vor dem UNO-Hauptquartier in Bagdad explodiert eine Bombe. 23 Menschen kommen ums Leben, darunter auch der UNO-Sondergesandte für den Irak, Sergio Vieira de Mello.

29. August: Eine Autobombe detoniert vor einer Moschee in der Stadt Najaf. Mehr als 85 Menschen werden getötet. Unter den Opfern ist auch der schiitische Geistliche Mohammed Bakir el Hakim.

22. September: An einer Polizeikontrolle vor dem UNO-Hauptquartier in Bagdad sprengt sich ein Selbstmordattentäter in die Luft. Er und ein irakischer Polizist kommen ums Leben. 19 Menschen werden verletzt.

25. September: Eine Bombenexplosion beschädigt ein Hotel, in dem der US-Fernsehsender NBC untergebracht ist. Ein somalischer Wachmann wird getötet, ein NBC-Mitarbeiter wird leicht verletzt.

9. Oktober: Ein Selbstmordattentäter rast mit seinem Auto in eine Polizeiwache im Bagdader Stadtteil Sadr. Mit ihm kommen neun Menschen ums Leben.

12. Oktober: Zwei Selbstmordattentäter sprengen sich vor dem Hotel "Bagdad" mit zwei Autos in die Luft. Mindestens acht Menschen kommen ums Leben, 32 werden verletzt.

14. Oktober: Ein Selbstmordattentäter sprengt sich vor der türkischen Botschaft in einem Auto in die Luft. Dabei kommen der Fahrer sowie eine in der Nähe stehende Person ums Leben, 13 Personen werden verletzt.

26. Oktober: Bei einem Raketenangriff auf das Hotel El Rashid in Bagdad, in dem US-Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz und seine Begleiter während ihres Irak-Besuchs untergebracht sind, wird ein US-Soldat getötet, weitere 18 Menschen werden verletzt.

27. Oktober: Ein Selbstmordattentäter bringt einen mit Sprengstoff beladenen Krankenwagen vor dem Sitz des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in Bagdad zur Explosion. Zwölf Menschen sterben nach Angaben des Roten Kreuzes in Genf, darunter zwei irakische Mitarbeiter. Bei einer Serie von weiteren Detonationen kommen rund 27 Menschen ums Leben. (APA/AP)

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