Sudan: Neun humanitäre Helfer getötet

28. Oktober 2003, 16:49
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Kampf um Ressourcen in Darfour schlugen bislang mehr als 600.000 Menschen in die Flucht

Khartum - Im Sudan sind neun Mitarbeiter einer amerikanischen Hilfsorganisation getötet worden. Sie kamen bereits vor über einer Woche ums Leben, als sie Hilfsgüter in Flüchtlingslager in der Bürgerkriegsregion Darfour brachten, wie ein Sprecher der Hilfsorganisation USAID am Sonntag mitteilte. Wer die Helfer tötete, war nach Angaben des Sprechers noch unklar. Er appellierte an die sudanesische Regierung, für die Sicherheit von Hilfsorganisationen in Darfour zu sorgen.

Kämpfe in der Region an der Grenze zum Tschad haben mehr als 600.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben, wie USAID weiter mitteilte. Presseberichten zufolge gab es bei den jüngsten Gefechten über 100 Tote. In Darfour, einer der ärmsten Regionen des Sudan, leben fast sechs Millionen Menschen, die 80 verschiedenen Ethnien angehören und die sich im Streit um fruchtbares Land immer wieder bekämpfen.

Zu Beginn des Jahres wurden auch die Regierungstruppen in die Auseinandersetzung verwickelt, als Mitglieder der Unabhängigkeitsbewegung für Darfour Soldaten angriffen. Im September einigten sich Regierung und Rebellen auf einen 45-tägigen Waffenstillstand. (APA/AP)

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