EU-Studie: Höchste Ozonbelastung in Europa seit zehn Jahren

29. Oktober 2003, 09:37
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Wegen Rekordhitze im vergangenen Sommer

Paris - Die Rekordhitze hat im vergangenen Sommer in weiten Teilen Europas die höchste Ozonbelastung seit zehn Jahren verursacht. Nach einer jetzt im Internet veröffentlichten Studie der Europäischen Union traten die schwersten gesundheitsschädlichen Belastungen durch das Reizgas im Südwesten Deutschlands, der Schweiz, Nord- und Südostfrankreich, Belgien, Nord- und Mittelitalien sowie Zentralspanien auf. Bei ihrem Treffen in Luxemburg wollen die EU-Umweltminister sich an diesem Montag unter anderem mit der Reduzierung von Ozon-bildenden Stoffen befassen.

23 von 31 Ländern überschritten kritischen Wert

Von den 31 Ländern, die in die Untersuchung einbezogen wurden, wiesen 23 an einem Tag oder mehreren Tagen Ozonbelastungen auf, die über dem kritischen Wert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft lagen. Ozon-Werte in dieser Höhe über eine Dauer von mehr als einer Stunde gelten als besonders schädlich für Kinder und empfindliche Erwachsene.

Höchster Wert in Frankreich gemessen

Der maximal gemessene Wert lag bei 417 Mikrogramm. Er wurde Anfang August im Mittelmeerbadeort Sausset-Les-Pins westlich von Marseille erreicht. Die Untersuchung der EU-Umweltagentur EEA bezieht sich auf Messwerte der Monate April bis August. (APA)

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