Bush: "Wir werden diese Terroristen finden"

28. Oktober 2003, 11:31
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USA halten am "Irak-Kurs fest" - Bremer: "Mehrheit der Iraker will Frieden und Freiheit" - Powell: Sehr schwierige Sicherheitslage

Washington - Die US-Regierung wird sich nach den Worten von US-Präsident George W. Bush von den Anschlägen im Irak nicht von ihrem Kurs abbringen lasen. "Je erfolgreicher wir sind, je mehr Fortschritte wir machen, je freier die Iraker werden, die Stromversorgung und Schulen wieder funktionieren und je mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, desto verzweifelter werden diese Kriminellen", sagte Bush am Montag in Washington bei einem Besuch des irakischen US-Zivilverwaltungschefs, Paul Bremer, und des irakischen US-Kommandeurs General John Abizaid.

Frieden und Freiheit

"Im Irak gibt es Terroristen, die jedermann töten, nur um unseren Fortschritt zu stoppen", sagte der US-Präsident. Die Iraker müssten verstehen, dass ihre Zukunft nicht von Menschen abhängen dürfe, die jederzeit bereit seien, unschuldige Menschen zu töten. "Ich glaube, die Iraker wissen das." Bremer und Abizaid hätten ihm berichtet, dass die große Mehrheit der Iraker "in einer friedlichen und freien Welt leben möchten", so Bush. Ein befriedeter Irak sei im nationalen Interesse der USA.

Die Angriffe auf das Rote Kreuz oder die Polizeistationen zeigten, dass es den "kaltblütigen Mördern" nur darum gehe, zu töten, gleichgültig wen. Bremer verwies im Weißen Haus auf die "wunderbaren Erfolge im Irak", insbesondere beim Wiederaufbau der zivilen Infrastruktur. Alles in allem befinde sich das Land ungeachtet der Anschläge "auf dem richtigen Kurs".

Die USA dankten der Welt für die Absicht im Irak zu helfen, sagte Bush. Bremer habe sich besonders erfreut gezeigt, dass es eine Reihe privater Investoren gebe, die im Irak helfen wollten.

Powell besorgt

US-Außenminister Colin Powell hat sich nach den blutigen Anschlägen im Irak besorgt über einen möglichen Abzug von Hilfsorganisationen aus dem Irak geäußert. "Ja wir sind besorgt", sagte Powell am Montag.

Die USA hofften, dass die unabhängigen Organisationen, die UNO und ausländische Unternehmen ihre Sicherheitssituation überprüften und zu der Auffassung gelangten, dass sie bleiben können. Die Organisationen würden gebraucht. Wenn sie ihre Mitarbeiter aus dem Irak abziehen würden, dann wäre dies ein Sieg für die Terroristen. (APA/dpa/Reuters)

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