Syrien: Machtlos gegen Einsickern von Radikalen in den Irak

27. Oktober 2003, 18:36
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Sharaa: "Wir tun alles, was wir können" - Grenze sei lang und nicht lückenlos zu überwachen

London - Syrien ist nach eigenen Angaben nicht in der Lage zu verhindern, dass radikale Moslems von seinem Gebiet aus in den Irak eindringen. "Wir tun alles, was wir können", sagte der syrische Außenminister Faruk el Sharaa der britischen Zeitung "Sunday Telegraph". Syriens Grenze sei jedoch lang und könne nicht ganz überwacht werden. Zu den US-Vorwürfen, sein Land gehe bewusst nicht gegen die Radikalen vor, sagte Sharaa: "Wenn die reiche Supermacht Amerika nicht verhindern kann, dass Mexikaner in die USA eindringen, wie kann man erwarten, dass wir als armes Land Palästinenser aus dem Irak halten können?"

Vorwurf der Terrorismus-Unterstützung

Die USA machen unter anderem radikale Moslems für die fast täglichen Anschläge auf US-Soldaten im Irak verantwortlich. Die USA haben Syrien vorgeworfen, den Terrorismus zu unterstützen. Im US-Kongress werden zurzeit Gesetzentwürfe beraten, die zur Verhängung von Sanktionen führen könnten. Syrien hat die Vorwürfe zurückgewiesen. (APA/Reuters)

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