USA: Bis zu 100.000 demonstrieren gegen Irak-Besatzung

27. Oktober 2003, 17:08
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"God forgive America" - Friedenskundgebungen in Washington und San Francisco - Rückkehr der Soldaten gefordert

Washington - An der Demonstration gegen die Besatzung des Irak haben am Samstag in Washington DC nach Angaben der Organisatoren 100.000 Menschen teilgenommen. Die Polizei, die in einem Großeinsatz in der US-Hauptstadt bereit stand, sprach von rund 50.000 Demonstranten, berichtet die "Washington Post" (Sonntagsausgabe). Der Protest stand unter dem Motto "Bringt unsere Truppen heim" und richtete sich auch gegen die Anti-Terrorgesetzgebung im "Patriot Act", die von den Organisatoren als Einschränkung der Bürgerrechte gesehen wird.

Irak-Krieg verurteilt

Der Protestzug entlang des Washington Monument, vorbei am Justizministerium und am Weißen Haus hatte zahlreiche Gruppen angezogen. Auf Transparenten wurde unter anderem in Spanisch, Koreanisch, Urdu, Hebräisch, Arabisch und Tagalog der Irak-Krieg verurteilt. Eigene Demonstrationen, die sich später der Hauptkundgebung anschlossen, waren von Afro-Amerikaner-Gruppen und moslemischen Amerikanern organisiert worden.

"Gott vergebe Amerika"

Auch Angehörige von US-Soldaten im Irak waren bei der Demonstration. Fernando Suarez del Solar, dessen Sohn im März im Irak getötet worden war, erklärte in einer Rede: "Wir müssen es Herrn Bush erklären: Er ist nicht der Eigentümer unserer Kinder". Auf einem der Transparente hieß es in Anspielung auf den bei US-Politikern in Kriegszeiten besonders populären Spruch "Gott segne Amerika" diesmal: "Gott vergebe Amerika". (APA)

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    Vietnam-Veteranen fordern die Rückkehr der US-Soldaten

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