Geständnis der Planer des 11.9.: Codewort "Porsche 911"

26. Oktober 2003, 19:36
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Deutsches Nachrichtenmagazin: Vorgeschichte der Anschläge lässt sich nun detailliert rekonstruieren

Hamburg - Die beiden Planer der Anschläge des 11. September 2001 haben gegenüber US-Vernehmern weitgehende Geständnisse abgelegt. Wie das in Hamburg erscheinende Nachrichtenmagazin "Spiegel" in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, lässt sich nach Überzeugung amerikanischer und deutscher Sicherheitsexperten die Vorgeschichte der Anschläge mit Hilfe der Aussagen von Khalid Scheich Mohammed und seiner rechten Hand, dem früheren Hamburger Studenten Ramzi Binalshibh, detailliert rekonstruieren.

Bereits seit 1996 ist demnach überlegt worden, mit Flugzeugen US-Ziele anzugreifen. Den ursprünglichen Plan Mohammeds, mit Sprengstoff beladene Kleinflugzeuge zu verwenden, habe Terroristenchef Osama bin Laden mit dem Satz verworfen: "Warum gebrauchst Du eine Axt, wenn Du einen Bulldozer einsetzen kannst?" Das war nach Überzeugung von Sicherheitsexperten das Startzeichen für das Vorhaben, Passagierflugzeuge zu entführen.

Bin Laden soll die Piloten 1999/2000 selbst ausgesucht haben

Die drei aus Hamburg angereisten Piloten hat laut "Spiegel" Bin Laden um die Jahreswende 1999/2000 in Afghanistan selbst ausgesucht, nachdem sie ihm die Treue geschworen hatten. Ihnen sei eröffnet worden, sie seien für eine "sehr geheime Mission" ausgewählt worden und sollten sich um eine Pilotenlizenz bemühen. Im Februar 2001 habe der Koordinator der Anschläge, Binalshibh, von Bin Laden die Ziele erfahren.

Neben den bekannten Zielen sollte danach auch das Capitol, der Sitz des US-Parlaments, getroffen werden. Für die interne Kommunikation hätten sich der Todespilot Mohammed Atta und Binalshibh auf das Codewort "Porsche 911" geeinigt. (APA/dpa)

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